Das waren noch Zeiten...

als 1933 die ersten Täfeli im Ofenhäuschen vom Mühliwäldli, bei der Mühle Grau in Kerzers, hergestellt wurden. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1946 und wie man erkennen kann, herrscht eine romantische, aber wahrscheinlich kalte und unbequeme Winterzeit.


1933 Dr. med. Hans Schmalz

Im Jahre 1933 hat der Arzt Dr. med. Hans Schmalz ein Rezept, das gegen Katarrh im Hals und Rachen zu helfen vermochte, erstellt. DAS HILFT. Diese Fotografie haben wir von Richard Schmalz, dem Enkelsohn von Hans Schmalz, erhalten. Es ist das Doktorhaus der Familie Schmalz aus dem Jahre 1945 in Kerzers. Hans Schmalz hatte gemäss seinem Enkelsohn eine immens grosse Apothekerkommode. In den Schublädchen befanden sich die Kräuter, die er je nach Krankheit seinen Patienten verabreichte, so wie es früher gemacht wurde.


1933-1941 Hans Rudolf Herren

Hans Rudolf Herren produzierte nach dem Rezept von Hans Schmalz das damals unter dem Namen bekannte Dashilft. Heute trägt das kleine und feine Hausmittel den Namen Herretäfeli, ganz nach seinem ersten Hersteller. Hans Rudolf Herren, der gelernte Bäcker, blieb bis 1941 der alleinige Hersteller, bereiste mit den Täfeli die ganze Schweiz und hat sie erfolgreich vertrieben.


1941-1987 Frieda Mäder

Im Jahre 1941 übernahmen die Nichte von Rudolf Herren, Frieda Mäder, und ihr Ehegatte das Geschäft. Trotz des hart währenden Alltags wurden immer Täfeli produziert. Während des 2. Weltkriegs, als der Zucker

rationiert wurde und als Jahre später auch der Gatte von Frieda Mäder verstarb, zu schweren Zeiten also, hielt Frieda an ihrer Arbeit als Täfeliherstellerin fest. Obwohl Frieda Mäder Verträge mit grösseren Läden hätte eingehen können, tat sie dies nicht. Grössere Warenhausketten wären prinzipiell nicht abgeneigt gewesen, aber dann hätte sich die selbstbewusste Frau deren Vorschriften unterwerfen und womöglich die Produktion vergrössern müssen. "Wo und wie sollte ich das schon können", so Frieda Mäder in einem Interview. So führte sie das Geschäft im gehabten Rahmen 17 weitere Jahre fort, bis Verena Maeder-Meyer den Mut packte und das Geschäft mit Herzblut übernahm. 


1987-2007 Verena Maeder-Meyer

Mit dem nun 50-jährigen Ofen, immer noch demselben Müsterli-Wallholz, mit dem wallholzförmigen Rillenschneider und den selben Pfannen, stellte Vreni Maeder die Kräuterbonbons immerhin mit den ursprünglichen Zutaten her. Trotz Schwierigkeiten wie zum Beispiel, dass sich über längere Zeit kein Döselihersteller finden liess, machte sie wegen der Kundschaft, um die sie sich während den 20 Jahren bestens kümmerte, gerne weiter. Bestellungen kamen mittels Postkarten eingeflogen und der Lakritzensaft wurde eingedickt in einem Block geliefert, so dass Vreni diesen jeweils zuerst mit dem Hammer zerschlagen musste. Im Jahre 2007 fand sie in Marianne Jendly eine tatkräftige Unterstützung.


2007-2021 Marianne Jendly

Gerade ein halbes Jahr arbeitete sich Marianne Jendly ein, bis sie mit Motivation das Herretäfeli übernahm. Auch Marianne leistete während 14 Jahren  feine fleissige Produktion. Sie unternahm einige Änderungen an den Verpackungen, liess eine Internetseite gestalten, schaffte einen neuen Ofen an und wechselte die Räumlichkeiten für die Herstellung.  Selbstverständlich hat auch Marianne Jendly das Rezept und auch die Handarbeit beibehalten. Eine maschinelle Produktion hätte die aufwändige Arbeit massiv vereinfacht, jedoch mit dieser die Qualität und Konsistenz des wohltuenden Kräuterbonbons verändert worden.  


2022 Franziska und Roger Maeder

Als Franziska und Roger, der Sohn von Verena, im September hörten, dass sich Marianne Jendly beruflich andersweitig orientieren möchte, haben sich Franziska und Roger entschieden, das Täfeligeschäft weiterleben zu lassen. 


Naturprodukte & Wohlfühlmomente

Herretäfeli

Franziska & Roger Maeder

Juraweg 6

3216 Ried bei Kerzers

079 721 41 88

[email protected] 

Bankverbindung:

Raiffeisen See-Lac, 3210 Kerzers 

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letztes Update: 09.07.2026